Die Spiegelreflexkamera ist ein Typus von Kamera, der vor allem in der Bilddarstellung vor der eigentlichen Aufnahme seine Vorteile besitzt. Eine spezielle, technische Vorkehrung macht es hier möglich, eine Live-Vorschau des zu fotografierenden Motivs zu erhalten, die bei modernen Kameras im Regelfall auf einer Mattscheibe auf der Rückseite der Kamera dargestellt wird.
Das Grundprinzip der Spiegelreflexkamera ist bereits einige Jahrhunderte alt, wurde jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts perfektioniert. Die Entwicklung des Prinzips war vor allem deshalb notwendig, da der Lichteinfall über das Objektiv bzw. die Linse einer Kamera das Motiv eigentlich spiegelverkehrt abbildet und somit nicht leicht zu erkennen ist. Bei einer Spiegelreflexkamera wird das einfallende Licht zunächst durch eine Spiegelplatte auf einen Sensor weitergeleitet, der das nun richtig herum dargestellte Motiv auf einer Mattscheibe bzw. einem Bildschirm darstellt. Auf diese Weise sieht der Fotograf vor der Aufnahme bereits das Motiv in der Form, wie er es auch in der Realität vorfindet.
Trotz aller technischen Weiterentwicklung findet das Prinzip der Spiegelreflexkamera auch heute noch im allergrößten Teil moderner Kameras seinen Einsatz, da weiterhin mit optischen Linsen gearbeitet wird, die das Bild zunächst verspiegelt aufnehmen. Der früher oft sehr hohe Preis von Spiegelreflexkameras gegenüber herkömmlichen Kameramodellen hat sich in den letzten Jahren zunehmend angenähert.